Ihre Preise einstellen, ohne Geld liegen zu lassen
Einen Preis einzustellen wirkt einfach, bis ein Aufenthalt von fünf Nächten über eine Saisongrenze hinweg hereinkommt. Dann deckt das Eingetragene die Anfrage nicht, und das System rechnet etwas anderes als Sie verlangen würden. Bei 78 unserer 222 Unterkünfte steht noch gar kein Nachtpreis.
Die drei Arten, einen Preis zu setzen
Die einfachste ist ein fester Preis je Nacht, gegebenenfalls mit einem eigenen Preis für ein Wochenende oder eine ganze Woche. Das passt zu einer Unterkunft mit einem Tarif und wenigen Saisons. Sechzehn unserer Unterkünfte stehen auf diesem Modell.
Die zweite ist ein Preis je Zeitraum: Sie teilen das Jahr in Abschnitte und setzen je Abschnitt einen Betrag. Das tun die meisten Vermieter bei uns, hundertneunundvierzig von zweihundertzweiundzwanzig. Es passt zu einer Unterkunft, bei der Hoch-, Zwischen- und Nebensaison sich wirklich unterscheiden.
Die dritte ist ein Raster je Tag. Damit geben Sie jedem Tag einen eigenen Betrag, und es ist das einzige Modell, mit dem Sie etwa einen Brückentag anders bepreisen als den Rest jener Woche. Siebenundfünfzig Unterkünfte sind so eingestellt.
Welches Modell Sie wählen, bestimmt, was das System mit einer Anfrage tut, die nicht sauber hineinpasst. Ein fester Nachtpreis multipliziert einfach; ein Raster liest die Tage ab; ein Zeitraumpreis muss entscheiden, was geschieht, wenn ein Aufenthalt zwei Zeiträume berührt. Aus Letzterem kommen die meisten Überraschungen.
Wo Vermieter Geld liegen lassen
Der häufigste Fall ist der einfachste: es steht kein Preis. Bei 78 unserer 222 online stehenden Unterkünfte ist kein Nachtpreis eingetragen. Diese Unterkünfte zeigen Preis auf Anfrage, und ein vergleichender Gast klickt meist weiter zu einer Unterkunft mit einem Betrag.
Der zweite ist ein fehlender Aufschlag für einen kürzeren Aufenthalt. Wir haben bei mehreren Unterkünften geprüft, was ein Vergleichsaufenthalt von sieben Nächten ergibt gegenüber dem, was der Vermieter auf seiner eigenen Seite verlangt. Der Unterschied ging bis zu sechzig Euro je Aufenthalt, stets zum Nachteil des Vermieters, weil seine Frequenz im Modell nicht existierte oder auf einen kürzeren Zweig fiel.
Der dritte ist ein Preis je Person, der nicht mitwächst. Bei einer Unterkunft zahlte jede Gästezahl von eins bis sechs dasselbe, während die eigene Website deutlich einen Zuschlag je zusätzlicher Person nannte. Der Unterschied betrug neunzig Euro auf einen gewöhnlichen Aufenthalt, und das bei jeder Buchung erneut.
Der vierte ist stiller und kostet nichts, bis er eintritt: keine Höchstdauer. Hundertsiebzehn unserer Unterkünfte haben keine, und dann ist ein Aufenthalt von dreißig Nächten zum Nachttarif buchbar. Bei einem Preis, der je Nacht sinkt, wird ein solch langer Aufenthalt schnell ungewollt günstig.
Die Falle, mit der niemand rechnet
Es gibt einen Fehler, der erst auffällt, wenn ein Gast ihn findet: ein Preis, der nicht sauber mit der Dauer steigt. Wir haben bei unseren Unterkünften geprüft, ob ein längerer Aufenthalt immer mehr kostet als ein kürzerer, und das ist nicht überall so.
Bei einer Unterkunft lag der Preis für sechs Nächte fast neunzehnhundert Euro über dem für sieben Nächte. Ein Gast, der sechs Nächte will, zahlt dann mehr als einer, der sieben nimmt. Das ist kein Rechenfehler des Systems, sondern die Folge von Zeiträumen, die sich bei anderer Dauer anders berühren.
Das passiert vor allem bei einem Zeitraumpreis, dessen Grenzen nicht auf dem Wechseltag liegen. Ein Aufenthalt, der eine Grenze kreuzt, verliert manchmal einen Wochenendzuschlag, den ein kürzerer trägt, und dann kehrt sich die Reihenfolge um. Man findet es, indem man für dasselbe Anreisedatum vier, fünf, sechs und sieben Nächte nachrechnet.
Wir prüfen das auf unserer Seite und melden uns, wenn wir es sehen, aber es ist Ihr Preis und damit Ihre Entscheidung. Was wir nicht tun, ist stillschweigend etwas korrigieren: dann würden Sie einen Betrag verlangen, den Sie nie eingestellt haben.
Was Sie mindestens eintragen
Beginnen Sie mit einem Nachtpreis, auch wenn Sie ihn später verfeinern. Eine Unterkunft mit einem Betrag wird verglichen; eine mit Preis auf Anfrage wird übersprungen. Zur Orientierung: bei unseren Unterkünften liegt der mittlere Nachtpreis bei zweihundertzehn Euro, mit zehn Prozent unter achtzig und zehn Prozent über tausend.
Setzen Sie danach eine Mindestdauer. Hundertdreiundachtzig unserer Unterkünfte tun das, und es erspart Anfragen für eine Nacht, zu denen Sie ohnehin Nein sagen. Setzen Sie auch eine Höchstdauer, selbst eine großzügige, denn das schließt den langen Aufenthalt aus, der je Nacht zu günstig wird.
Tragen Sie einen Wochenend- und einen Wochenpreis ein, wenn die bei Ihnen abweichen. Hundertsechzehn Unterkünfte haben einen Wochenendpreis und neunundneunzig einen Wochenpreis. Steht dort nichts, rechnet das System einfach zum Nachttarif weiter, und das ist selten, was Sie für ein langes Wochenende meinten.
Und rechnen Sie im Nachhinein einen Aufenthalt nach. Wählen Sie ein gewöhnliches Anreisedatum, fragen Sie vier bis acht Nächte ab, und prüfen Sie, ob der Betrag zu dem passt, was Sie verlangen würden. Das kostet fünf Minuten und ist die einzige Prüfung, die alle drei Modelle zugleich testet. Wiederholen Sie sie einmal für ein Anreisedatum in der Hochsaison und einmal kurz vor einer Saisongrenze, denn genau dort entstehen die Abweichungen, die bei einer gewöhnlichen Woche unsichtbar bleiben.
Häufige Fragen
Muss ich einen Preis eintragen, um online zu gehen?
Es muss nicht sein, hilft aber stark. Eine Unterkunft ohne Betrag zeigt Preis auf Anfrage, und in der Praxis klickt ein vergleichender Gast weiter zu einer Unterkunft mit einem Betrag.
Kann ich je Saison einen anderen Preis setzen?
Ja, das tun die meisten Vermieter bei uns. Achten Sie darauf, wo Sie die Grenzen legen: eine Grenze mitten in einer Woche kann den Preis eines darüber laufenden Aufenthalts unerwartet verändern.
Was geschieht mit Zusatzkosten wie der Endreinigung?
Die tragen Sie getrennt ein und sie kommen zum Aufenthaltspreis hinzu. Eine Kaution ist keine Kosten, sondern Geld, das zurückgeht; tragen Sie sie also als Kaution ein und nicht als Zuschlag.
Berechnen Sie Provision auf meinen Preis?
Nein. Was Sie verlangen, bekommen Sie. Wir sehen den Betrag, weil er auf der Anfrage steht, aber es geht nichts ab.
Woran erkenne ich, ob mein Preis stimmt?
Rechnen Sie einen Aufenthalt von vier bis acht Nächten auf demselben Anreisedatum nach. Steigt der Betrag nicht sauber mit der Dauer, sitzt eine Grenze falsch.
Ihre Preise prüfen?
Einen Aufenthalt von vier bis acht Nächten nachzurechnen kostet fünf Minuten und findet fast jeden oben beschriebenen Fehler.
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